Kölnische Rundschau 28. September 2001

Missverständnisse wurden ausgeräumt Stockhausen bleibt Ehrenbürgerr Kürten.

Der Komponist Karlheinz Stockhausen, der wegen angeblich missverständlicher Äußerungen zum Terrorangriff auf New York in die Schusslinie der Medien geraten war, bleibt Ehrenbürger der Gemeinde Kürten.

Vor den Ratsfraktionen (die BfB war nicht erschienen) erklärte der weltbekannte Tonsetzer, dass er anlässlich einer Pressekonferenz in Hamburg nicht behauptet habe, dass er den Terroranschlag als das größte Kunstwerk der Weltgeschichte bewundere.

Vielmehr habe er geäußert, dass Luzifer als Geist der Rebellion und der Anarchie, der die Liebe nicht kennt, existiert und Teufelswerk vollbringt. Dieser Luzifer habe jetzt in New York gewirkt.

Planung und Durchführung der Terrorangriffe erscheine ihm, Stockhausen wie das größte Kunstwerk Luzifers.

Es stehe außer Frage, dass er, der auch in New York gearbeitet habe, entsetzt sei über die Katastrophe. Sein Mitgefühl gelte den Opfern und ihren Angehörigen. Lediglich einer der in Hamburg anwesenden Journalisten habe ihn missverstanden und mit seiner Berichterstattung diese Welle der Empörung gegen ihn ausgelöst.

In einer gemeinsamen Erklärung von Bürgermeister und Ratsfraktionen (außer der BfB) wird festgestellt, dass Stockhausen Ehrenbürger bleibe, dass die Stockhausen-Kurse in Kürten weiterhin ermöglicht werden sollen und dass die Verwaltung den Link von ihrer homepage zur homepage Stockhausens wieder herstellt.

Gemeinsame Erklärung des Bürgermeisters der Gemeinde Kürten,
der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU
im Rat der Gemeinde Kürten

Offizielle Erklärung der BfB-Bürger für Bürger, Unabhängige Wählergemeinschaft Kürten,
zu den Äußerungen ihres Ehrenbürgers, Herrn Professor Karheinz Stockhausen in
Zusammenhang mit den Terroranschlägen von New York und Washington